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Yonks App – Warum unser Kollege Stefan nie mehr seinen Hochzeitstag vergessen wird

Yonks App – Warum unser Kollege Stefan nie mehr seinen Hochzeitstag vergessen wird

💼 Seit wie vielen Tagen arbeite ich eigentlich schon bei meinem Arbeitgeber?

👰 Wie viele Tage noch bis zu unserem Hochzeitstag – den ich natürlich nie vergessen würde?

🚭 Seit wie vielen Tagen halte ich das Nicht-Rauchen schon durch?

🥇 In wie vielen Monaten finden die nächsten Olympischen Spiele statt?

Für all diejenigen, die von derartigen Fragen umtrieben werden oder die sich in Zukunft näher mit dem Tagezählen beschäftigen möchten, hat unser Kollege Stefan Grund, seines Zeichens Senior Frontend Entwickler bei PPW – und offenbar nicht ausgelastet [Anmerkung des Redakteurs, #ironie], ganz nebenbei eine eigene App namens Yonks entwickelt. Diese steht in etwa zum Preis eines Doppel-Cheeseburgers seit dem 10. Januar in den Shops bereit (Links am Beitragsende).

Yonks? Wie kam es zu dem Namen für deine App?

„Ich habe überlegt, ob ich der App einen eher generischen Titel wie Day Counter gebe, oder aber einen unverwechselbaren Markennamen. Yonks ist Slang aus dem britischen Englisch und steht in etwa für a long time. Das erschien mir passend.“

Was genau kann die App?

„In Yonks lassen sich zukünftige und vergangene Termine erfassen. Die App zeigt dann die Zeiträume an, die das Event zurückliegt bzw. die es noch bis dahin zu überbrücken gilt. Zur Auswahl stehen die Zeitintervalle Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat oder Jahr. Die App bietet etliche Terminvorschläge (Suggestions) in den Kategorien Zeitgeschichte, Sport, Filme und TV, Musik, Technologie. Zum Beispiel: Wie lange ist die Mondlandung her? Wie viele Tage noch bis Neujahr? Wann kommt der neue Avengers Film ins Kino? Jeder Nutzer kann persönliche Termine erstellen und mit den bekannten Emojis klar erkenntlich machen.“

Wie lang hast du daran gearbeitet?

„Die Idee kam mir schon vor einiger Zeit. Den Prototyp habe ich Mitte letzten Jahres gebaut. Das Prototyping ging recht flott. Hierfür brauchte ich gerade mal zwei Feierabende. Das Feintuning wiederum hat Wochen gebraucht. Die Einstellung der Farbwerte, Grafiken und auch die Aufbereitung des Pressematerials waren sehr zeitaufwendig.  Insbesondere die Anpassungen für beide App-Welten (iOS vs. Android) erforderten sehr viel Arbeit; so z.B. das Scrolling-Verhalten, das sich bei Android komplett anders verhielt. Technologisch basiert die App auf Cordova und Vue.js. Sie ist hybrid gebaut, also ähnlich, wie wir bei PPW beispielsweise die RSAG Mobile App entwickelt haben.“

Sind bereits Weiterentwicklungen der App geplant?

„Ich beschäftige mich derzeit mit der Option, dass die Nutzer private Termine mit anderen Nutzern teilen können. So könnte man beispielsweise eine Party im Freundeskreis als Ereignis teilen. Davon abgesehen pflege ich kontinuierlich die Datenbank mit den Suggestions, so dass die Nutzer Yonks auch als eine Informationsquelle für neue Ereignisse begreifen können.“

Gibt es schon Feedback der User?

„Ja, da war ich selber überrascht, wie vielfältig die Resonanz ist. Vor allem über Social Media habe ich ein Menge Feedback erhalten. So habe ich beispielsweise die Rückmeldung von Eltern bekommen, die das Alter ihrer Kinder in Wochen gerechnet nachhalten wollen und nun endlich eine Lösung hierfür haben. Die Nutzer mögen offensichtlich das übersichtliche Feature-Set und Design. Zudem muss man nicht durch In-App Purchases weitere Funktionen freischalten, sondern bekommt ein werbefreies Produkt mit voller Funktionalität für einen überschaubaren Preis.
Zudem hat mich kürzlich ein US-amerikanischer TV-Sender kontaktiert. Sie seien auf die App aufmerksam geworden und wollen wohl darüber berichten. Hier bin ich gespannt, was daraus wird.“

Fun Fact [Hat Stefan an dieser Stelle nicht gesagt, sagt er sonst aber sehr gerne]: „Auch mein Schwiegervater hat die App geprüft. Für ihn wäre sie eher nicht das Richtige, da sie wohl für ein jüngeres Publikum bestimmt sei. Am gleichen Tag erhielt ich eine E-Mail eines 60-jährigen Herrn, der sich bei mir bedankte und die App lobte.“

Stefan, Danke für das Interview und viel Erfolg für Yonks!

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