Barrierefreiheit f├╝r jedermann, jedefrau und f├╝r dich selbst!

Barrierefreiheit f├╝r jedermann, jedefrau und f├╝r dich selbst!

Unser PPW 360┬░ Blog basiert auf WordPress. Mit der Aktualisierung auf die Version 5.6 wurde das Thema Barrierefreiheit mit der ├ťberschrift ÔÇ×Verbesserungen f├╝r jedermannÔÇť angesprochen und kein alleiniger Verweis auf behinderte Menschen bezogen. Das passt zu dem aktuellen Zeitgeist, der willk├╝rliche Unterscheidungen von Menschen durch starre Muster mehr und mehr aufl├Âst. Nicht zuletzt zahlt die Auseinandersetzung mit diesen Themen auf eine moderne Marke ein und belegt das vorausschauende Handeln. Das macht ein Unternehmen authentisch und hilft dabei, dass nicht gewartet wird, bis es zu Problemen mit den Nutzern kommt.


Worum geht es bei der Barrierefreiheit?

Seit dem 23. September 2020 m├╝ssen alle ├Âffentlichen Stellen ihre Websites, Apps, Intranets und Extranets gem├Ą├č der Barrierefreien-Informationstechnik-Verordnung (BITV) umgesetzt haben. In Deutschland besteht die BITV aus 60 Pr├╝fschritten, die erf├╝llt sein m├╝ssen, damit digitale Angebote f├╝r behinderte Menschen nutzbar sind. In den jeweiligen Bundesl├Ąndern wurde zus├Ątzlich eine Beh├Ârde eingerichtet, die eine Einhaltung der Bestimmungen ├╝berpr├╝ft und das Ergebnis an die EU meldet.

 

Warum Barrierefreiheit f├╝r Alle?

Laut Aktion Mensch haben rund 750.000 Menschen in Deutschland eine Konzentrationsschw├Ąche und 7,5 Millionen Menschen sind anerkannte Schwerbehinderte. Mit einberechnen k├Ânnte man dann noch 25,8 Millionen Rentner, sowie Kinder, auf deren spezielle Bed├╝rfnisse ebenfalls eingegangen werden sollte. Diese Zahlen reichen aus meiner Sicht aus, um neben Benutzerfreundlichkeit und positiven Nutzererlebnissen auch barrierefreie Belange von allen Menschen mit einzubeziehen – also eben auch von solchen, die nicht als Schwerbehinderte anerkannt sind.

In einer Zeit, in der sich immer mehr Ums├Ątze und Kontaktpunkte in die virtuelle Welt verlagern, ist es fahrl├Ąssig, dass viele digitale Angebote noch nicht barrierefrei sind. Das l├Ąsst sich daran festmachen, wenn sich Formulare nicht vorlesen lassen, die Bedienung der Navigation erschwert wird, Artikel kaum verst├Ąndlich sind, oder schwache Kontraste das Lesen einschr├Ąnken oder unm├Âglich machen. Das sind nur einige Themen der 60 Anforderungen an digitale Angebote, die es bereits seit 18 Jahren gibt. Die internationalen Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) gehen ├╝brigens mit ihren Bedingungen ├╝ber die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland hinaus. Es sollten daher bei einer BITV-Analyse auch immer alle Aspekte mit einbezogen werden und der Nutzer im Mittelpunkt stehen.


Keine Barrierefreiheit hat ihren Preis!

Aus wirtschaftlichen Gr├╝nden k├Ânnte weiterhin die Meinung vertreten werden, sich ausschlie├člich nach der Zielgruppe auszurichten. Allerdings sp├Ątestens, wenn Google den Internetauftritt schlechter bewertet, Apps gesperrt werden oder Beschwerden vom Betriebsrat die Gesch├Ąftsf├╝hrung erreicht, sollten die Alarmglocken schrillen. Installieren Sie doch einfach mal Google Lighthouse im Chrome Browser und pr├╝fen, was das Ergebnis des barrierefreien Tests anzeigt. Sobald auf dieser Basis Korrekturen gemacht werden, st├Ąrken Sie das Ranking Ihres Webangebots. Allerdings ist das nicht gleichbedeutend mit einer barrierefreien Internetseite, da Google aktuell nur einen kleinen Ausschnitt bewerten kann. Die Nutzersicht und barrierefreie Anforderungen bleibt Lighthouse in vielen Bereichen verborgen. Hier hilft nur eine ausf├╝hrliche Analyse und Bewertung der erforderlichen Ma├čnahmen.

Bei bestehenden Projekten k├Ânnen oftmals schnelle Resultate mit wenig Aufwand erzielt werden. Auch besteht die M├Âglichkeit eine barrierefreie Umsetzung in Phasen zu unterteilen und bei Bedarf mit einer Verbesserung des Nutzerlebnisses zu koppeln. Jedes Projekt ist anders und durch die Entscheidung, welche Ma├čnahmen am besten helfen, barrierefrei umzusetzen.

Ein Beispiel um die Schnittmengen zwischen nutzerfreundlicher Bedienung, Barrierefreiheit und Optimierung f├╝r Suchmaschinen aufzuzeigen, ist die Bewegung von Fl├Ąchen durch Interaktion. F├Ąhrt eine Fl├Ąche auf, die andere Fl├Ąchen verschiebt, dann wird die prozentuale Ver├Ąnderung verglichen. Die Gefahr dabei ist eine negative Einstufung durch Google in 2021 zu erhalten. Ein Entfernen solcher Fl├Ąchen erfreut auch jeden Nutzer der Seite, da diese sich dadurch besser bedienen lassen wird. Denn wer kennt nicht die Webseiten, bei denen st├Ąndig Elemente beim Lesen verrutschen, weil Werbung oder andere Inhaltselemente die Textposition ver├Ąndern.


Was ist zu tun, um eine Barrierefreiheit zu erreichen?

Wenn Ihr digitales Angebot nutzerzentriert und technisch auf einem soliden Niveau umgesetzt wurde, dann sollten bereits ca. 70 – 80% der barrierefreien Anforderungen erf├╝llt sein. Manche Anforderungen m├╝ssen eventuell erst gar nicht erf├╝llt sein, wenn diese ohnehin nicht Bestandteil des Angebots sind. Dies gilt es zu analysieren. Bei einem mobilen Webangebot reichen zur Bewertung 3-6 repr├Ąsentative Seiten aus. Das Ergebnis wird in einer Liste den BITV- und WCAG-Anforderungen zugeordnet. Gemeinsam sollte danach eine Priorisierung zur Implementierung gemacht werden. Im Mittelpunkt der Umsetzung steht die Anpassung im Frontend-Bereich mit UX Design und konzeptioneller Feinabstimmung. Sollte es sich nicht um ein neues Projekt handeln, k├Ânnen nach einer versierten Qualit├Ątssicherung im laufenden Betrieb auch Teil-Anpassungen ├╝bertragen werden. Selbstverst├Ąndlich kann auch eine komplette BITV-Umsetzung live gestellt werden.

 

Seit 2003 besch├Ąftige ich mich bei PPW mit dem Thema Barrierefreiheit. Sie wollen dabei unterst├╝tzt werden, all Ihre Nutzergruppen gl├╝cklich zu machen und Ihr Unternehmen zukunftssicher aufzustellen? Wir k├Ânnen barrierefrei und noch viel mehr. Sprechen Sie uns an!