Das neue Agenturleben mit Remote-Work 

Das neue Agenturleben mit Remote-Work 

Die Welt hat sich ver├Ąndert und mit ihr auch die Arbeitswelt. Corona dominiert jeden Aspekt des t├Ąglichen Lebens. Die vierte Woche Homeoffice f├╝r das komplette PPW-Team l├Ąuft. Zeit innezuhalten und ein Zwischenfazit zu ziehen. Mit einer Stimmungsumfrage haben wir die Kollegen befragt, wie sie mit der neuen Situation zurechtkommen. Au├čerdem berichte ich, wie wir dank Remote Work unsere Projekte voranbringen und weiter f├╝r unsere Kunden erreichbar sind. 

Eins sei noch vorweg gestellt. Wir sind uns unserer privilegierten Lage bewusst. Digitale Projekte und Produkte lassen sich grunds├Ątzlich digital produzieren und verkaufen. Vielen geht es schlechter und Unternehmen m├╝ssen zum Teil ihre T├Ątigkeit vollst├Ąndig einstellen, da schlichtweg ihr Gesch├Ąftsmodell nicht digital ├╝bertragbar ist oder die Betriebsfortf├╝hrung beh├Ârdlich unterbunden wurde. Vielen wird durch Corona nochmal eindringlich bewusst gemacht, wie digital optimierte Gesch├Ąftsprozesse ├á la Amazon jetzt noch mehr profitieren als vor Corona. Digital Workplace, ortsunabh├Ąngige Kommunikation, SaaS-L├Âsungen und Webshops sind gefragter denn je. 

Doch eigentlich soll der Fokus in diesem Blog auf unseren PPW-Alltag gerichtet werden. Also los: 

Corona-Lockdown: Was sind die gr├Â├čten Ver├Ąnderungen im Arbeitsleben f├╝r die PPWler? 

Zun├Ąchst scheint die Krise nicht nur negative Auswirkungen zu haben. So sind einige im PPW-Team auch froh ├╝ber mehr Zeit, die sie sonst durch das Pendeln verlieren. Doch selbstverst├Ąndlich ├╝berwiegt die Kehrseite der Heimarbeit deutlich. Besonders die Kollegen mit Kindern rotieren zwischen Arbeit und Organisation des neuen privaten Alltags. So ist der klassische 9-18 Uhr Tag f├╝r Eltern, bei denen beide berufst├Ątig sind, nicht mehr realisierbar und wird schnell zum 6 Uhr bis 23 Uhr Arbeitstag. Die Belastung ist extrem, da niemand auf Unterst├╝tzung im privaten Umfeld zur├╝ckgreifen darf. 

Allen fehlt das Miteinander, der kurze Plausch, der Flurfunk, die gemeinsame Mittagspause, und einigen auch das immer gut ausgestattete PPW Eisfach. 

Remote-Work: Die Arbeit l├Ąuft weiter 

Trotz des Fehlens von direktem pers├Ânlichem Austausch sind die Kollegen unisono der Meinung, dass die fachliche Arbeit, der inhaltliche Austausch und die grunds├Ątzliche Kommunikation so gut l├Ąuft wie sonst auch. 

Warum das so ist? Unsere Social-Collaboration Prozesse und die wesentliche Arbeitsorganisation bilden wir mit folgenden Tools ab, die unsere Kommunikation und Zusammenarbeit perfekt sicherstellen: 

  • VPN-Zugriff auf s├Ąmtliche Fileserver der Agentur
    Wir haben Zugriff auf alle projektrelevanten Dateien und unsere zentral gepflegte Passwort-Verwaltung.
  • Microsoft Office 365
    Wir k├Ânnen online an Dokumenten arbeiten.
  • Microsoft Teams und Zoom
    Besonders wichtig: Wir tauschen uns in kleineren Gruppen (z.B. Entwickler, Projektleiter) in t├Ąglichen Jour fixe Meetings aus, um den Fortschritt der Projekte und die anstehenden Aufgaben zu besprechen. Um dies mit noch mehr Datenschutz zu tun, testen wir aktuell die Open Source Software https://jitsi.org/ auf Praxistauglichkeit. Gespr├Ąche mit unseren Kunden k├Ânnen wir mit diesen L├Âsungen ebenfalls durchf├╝hren.
  • Rocket.Chat
    Ein Gro├čteil der 1:1 Kommunikation l├Ąuft nicht ├╝ber E-Mail, sondern in Echtzeit via Chat.
    Projektspezifische Kan├Ąle halten alle Beteiligte eines Projekts auf dem gleichen Kenntnisstand.
  • Confluence
    Neben projektspezifischen Dokumentationen, wie z.B. Projektsteckbriefe, ist Confluence die Plattform, um wichtige Infos f├╝r alle Mitarbeiter publik zu machen. So haben wir bspw. eine Confluence-Seite mit allen aktuellen Kernarbeitszeiten angelegt. Sehr hilfreich, um nicht jeden Termin via Doodle erstellen zu m├╝ssen.
  • Jitsi Softphone mit Anbindung an unsere VoIP Telefonanlage
    Unsere Agentur-Rufnummern bzw. die Durchwahlen sind weiter erreichbar. Wir nutzen Jitsi und k├Ânnen dar├╝ber einfach via App am Laptop telefonieren.
  • HQ Labs
    Unsere Cloud-basierte Agentursoftware haben wir erst zum Ende letzten Jahres eingef├╝gt. Gutes Timing! Die CRM- und Buchhaltungs-Software erm├Âglicht uns auch im Homeoffice ein stressfreies Erzeugen und Verwalten von Kunden- und Stammdaten sowie Belegen.

In diesem Blogpost findest du weitere L├Âsungen f├╝r die Remote-Work, die ein schnelles Onboarding erlauben.

Homeoffice Challenge und Remote-Flurfunk 

Unterm Strich l├Ąuft insbesondere dank unserer Remote-Work-Infrastruktur der Agenturalltag rund, denn zu tun gibt es immer und dank unseres top eingerichteten Digital Workplace sind wir sehr gut aufgestellt. Doch im Bestfall sollte ÔÇô und in diesen Zeiten umso mehr ÔÇô auch der Spa├č nicht zu kurz kommen. 

Wie im Privatleben entstehen auch im Arbeitsleben durch Krisen oder Notsituationen kreative neue Wege, wie man den Alltag und das soziale Leben verbessern kann. 

Bei uns hei├čt das konkret: In einem unserer Rocket.Chat Kan├Ąle bietet sich die M├Âglichkeit, hier und da Schnappsch├╝sse aus dem Alltag zu teilen, so wie man es aus dem Facebook Newsfeed kennt. Auf diesem Weg kriegt man ein bisschen davon mit (wenn man denn m├Âchte), was die Kollegen so treiben und hat trotz Distanz ein wenig ÔÇ×Social FlurfunkÔÇť. 

Unsere w├Âchentliche Homeoffice-Challenge (bislang: DressUp Tuesday, Arty Tuesday, Knolling Tuesday) sorgt f├╝r etwas Besch├Ąftigung in der ansonsten ├╝berschaubar abwechslungsreichen Freizeit und f├╝r anschlie├čende Unterhaltung im Kollegenkreis. Auch die ungewohnten Einblicke in die Heimb├╝ros der Kollegen, deren Kleiderschr├Ąnke und versteckte Sammelleidenschaften sind nicht zu verachten. 

Homeoffice-Challenge: Vom DressUp-Tuesday ├╝ber die Arty Challenge bis zum Knolling. Kreativit├Ąt ist gefragt.

 

Unsere Bewegte Pause und der neue Bewegte Feierabend finden nun ├╝ber Microsoft Teams oder Zoom statt, so dass auch der Betriebssport nicht zu kurz kommen muss – zumindest f├╝r die teilnehmenden Kollegen (meine Finger zeigt auf alle anderen!). 

Dazu kommt noch das Feierabend-Bierchen, auf das wir uns nun einmal pro Woche abends treffen und uns via Webcam zuprosten k├Ânnen, um die Arbeitswoche gemeinsam zu beenden.

All diese Formate sind ├╝brigens nicht Teil einer Homeoffice-Strategie (wer hat sowas?), sondern wurden von verschiedenen Kollegen ins Leben gerufen und werden von der Gesch├Ąftsf├╝hrung ausdr├╝cklich unterst├╝tzt. Somit sollten wir wohl die eine oder andere Woche noch aus dem Homeoffice gut arbeiten k├Ânnen, auch wenn wir uns alle wieder auf den normalen Agenturalltag und das Eisfach freuen.  


Titelbild: Kreative Homeoffice-Inszenierung unseres Kollegen Martin (der offensichtlich die Arty-Challenge an seinen Sohn delegiert hat)