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Nachhaltigkeit durch Digitalisierung?!

Nachhaltigkeit durch Digitalisierung?!

Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind zwei Megatrends des 21. Jahrhunderts, die wohl kaum vorübergehenden Modeerscheinungen sein werden. Gerade ihre Kombination birgt viel Potential für gesellschaftliche Veränderungen wie auch für Produktinnovationen, neue Services und Geschäftsmodelle – und ist daher für uns als Digitalagentur interessant.

Zwei Beispiele: Abfalltrennung digital und Kinderkleidung zum Mieten

  1. Abfalltrennung per App – für unseren Kunden RSAG haben wir eine App entwickelt, mit der die Bürger des Rhein-Sieg-Kreises via Smartphone Sperrmüll-Abholungen beauftragen, Erinnerungen für Abfalltermine einstellen können und Antworten auf viele Fragen rund um das Thema Entsorgung finden.
  2. Mit Tchibo-Share geht der Einzelhändler neue Wege: Über die Plattform lässt sich Kinderkleidung online mieten. Die gewählten Kleidungsstücke werden zugeschickt, beliebig lange getragen und gehen dann an Tchibo zurück. Bezahlt wird eine monatliche Mietgebühr. Der Vorteil für die Umwelt: Die Kleidung landet nicht so schnell in der Abfall- oder Recycling-Anlage, sondern wird mehrfach getragen.

Leitbild Nachhaltigkeit

Die Fridays for Future rücken die Dringlichkeit des Klima- und Umweltschutzes ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Immer mehr Unternehmen orientieren sich am Leitbild Nachhaltigkeit, weil sie zutiefst davon überzeugt sind oder weil sie wissen, dass immer mehr Kunden und Investoren darauf schauen, weil sie Zukunftspotentiale sehen und nicht zuletzt, weil gesetzliche Regelungen erfüllt werden müssen.

Natürlich ist der Begriff schwammig und Schwerpunkte lassen sich sehr unterschiedlich setzen. Als Orientierung können die drei Strategie-Ansätze dienen:

  • Effizienz (Einsparungen durch höhere Wirksamkeit)
  • Konsistenz (näher an der Natur, Kreislaufwirtschaft)
  • Suffizienz („weniger ist mehr“, langlebige Produkte)

Dazu kommt die soziale Dimension, die den Blick auf Menschenrechte und Arbeitsbedingungen in der Lieferkette, aber auch auf Work-Life-Balance, Weiterbildung oder Geschlechtergerechtigkeit für die eigenen Mitarbeiter richtet.

Digitalisierung mit Richtung

Spannend wird es, wenn man die Leistungen der Digitalisierung daraufhin abklopft, wie sie für ressourcenschonendes, verantwortungsvolles Produzieren und Konsumieren eingesetzt werden können.

  • Welche Daten und Informationen schaffen Transparenz für bewusstere Entscheidungen?
  • Welche Vernetzungen ermöglichen schlankere Prozesse?
  • Wie lässt sich das Intranet nutzen, um Mitarbeiter zu schulen?
  • Welche digitalen Services rund um unser Produkt oder Angebot verlängern dessen Lebensdauer?
  • Wie können wir effizient und fair mit Partnern und Zulieferern zusammenarbeiten?

Leider ist die Digitalisierung per se kein Heilsversprechen für eine nachhaltige Zukunft. Im Gegenteil: Der Energiehunger der Digitalisierung ist enorm, mit steigender Tendenz. Vorteile und Negativeffekte müssen also abgewogen werden.

Dennoch bietet der Einsatz von Digitalisierung für nachhaltige Strategien Raum für echte Innovationen und für viele kleine, erste Schritte.

Chancen für Ihr Unternehmen

Wo fängt man an? Sowohl für die Digitalisierung als auch die Nachhaltigkeit gilt: im Kerngeschäft, da wo man gut ist und am meisten bewegen kann. Wo man sich auszeichnet und abhebt. Eine Analyse entlang der Wertschöpfungskette, von der Produktion über die Logistik bis zum Lebensende des Produkts, deckt Potentiale auf.

PPW geht gerne mit Ihnen auf Entdeckungsreise, wobei unsere Expertise in erster Linie im Bereich der Digitalisierung liegt. Übrigens: Als zertifizierter Partner der Bundesinitiative „Go digital“ können Sie ggf. Fördermöglichkeiten für unsere Beratungsleistung in Anspruch nehmen. Sprechen Sie uns einfach an.


Sabine Büttner, UX-Beraterin
Über die Autorin
Sabine Büttner unterstützt PPW als freiberufliche UX-Beraterin. Ihr besonderes Interesse gilt der Schnittstelle von User Experience Design und Nachhaltigkeit. Gerade hat sie die Zertifikatsprüfung im Studienmodul „Nachhaltigkeitsmanagement“ der Hamburger Fern-Hochschule absolviert.