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TYPO3camp RheinRuhr 2019 – RECAP

TYPO3camp RheinRuhr 2019 – RECAP

Das TYPO3camp RheinRuhr 2019, vom 1. – 3. November war wieder Mal ein voller Erfolg für unsere TYPO3- und Frontend-Kollegen. Wie letztes Jahr war PPW Goldsponsor des TYPO3camps, das wieder hervorragend organisiert war. Was unsere Kollegen Stefan Horenkamp, Omar Marie und Martin Terber sonst noch berichten, erfahrt ihr in diesem Blogartikel.

Worauf hattet ihr im TYPO3camp RheinRuhr euren Fokus?

Stefan

Ich fahre auf TYPO3-Camps nicht mit einem besonderen Fokus, sondern ich versuche immer, möglichst viel mitzunehmen. Also lege ich mich nicht im Vorfeld fest, was bei Camps sowieso nicht geht, weil man die Sessions vorher nicht kennt. Deswegen sind Camps eher so eine Art Überraschungsbox.

Martin

Ich hatte einen Fokus, und zwar wie löse ich mit neuen TYPO3-Versionen Dinge eleganter, die früher kompliziert waren. Natürlich stimmt auch das, was Stefan sagt, das Camp ist immer eine Überraschungsbox. Die Sessions, die ich besucht habe, drehten sich zum größten Teil um Backend- / PHP-Programmierung, aber auch um Continuous Integration – also etwas, was wir bereits in unserer GitLab-Instanz machen. „GitLab CI“ und „Testing“ sind da vielleicht die richtigen Stichworte. Es gab auch viele Frontend-Themen, aber da nehme ich nur das mit, was für meine Arbeit wichtig sein könnte. Es gibt viele interessante Themen, z.B. aus dem Projektmangement und Marketing, aber meist bleibt dafür dann kaum noch Zeit.

Omar

Mein Fokus lag auf allgemeinen Frontend-Themen, Frontend-Themen in Zusammenhang mit TYPO3 und TYPO3-Integration.

Welche Talks habt ihr euch dieses Mal angesehen?

Stefan

Ich habe mir Sessions angeguckt, die sich um Erweiterungen in Fluid-Templates oder Extbase Programmierung drehen, dann schaue ich mir aber auch mal Sessions an, die was mit Projektmanagement zu tun haben oder mit Barrierefreiheit. Das Angebot ist auf Camps meist sehr vielfältig, weil da immer auch Leute eine Session halten, die keine Hardcore-Entwickler sind.

Martin

Was ich sehr sinnvoll fand und wo ich gut aufgepasst habe, weil ich es gerne in der Agentur einsetzen möchte, war der Talk über „Acceptance-Tests“ von Roland Golla, wo es also darum geht, in unserem Deployment-Prozess auch automatisierte Tests einzusetzen. Einfach gesagt, das Deployment findet statt und danach wird ein Prozess angestoßen, der schaut, ob z.B. auf der Startseite der Slider funktioniert, ob in den Bildern überall Title- und Alt-Texte vorhanden sind oder ob alle ausgehenden Links mit https anfangen. Die Website wird also auf ihre tatsächlichen Funktionen überprüft. Daniel Siepmann hat im Übrigen auch etwas zu Acceptance-Tests gemacht, quasi die Fortsetzung zum Thema von Roland.

Omar

Ich habe mehrere Sessions angeguckt und fand dabei folgende drei sehr interessant: TYPO3 DataProcessing, Fluid-Templates und Responsive E-Mails mit dem Framework MJML.

Könnt ihr als erfahrene TYPO3-Entwickler auf TYPO3-Camps überhaupt noch etwas lernen?
Omar

Ja, sicher, man lernt nie aus. Ich bin gerne auf solchen Events. Nicht nur, um etwas Neues zu lernen, sondern auch, weil man Antworten auf Fragen erhält, z. B. wie gehen andere Entwickler mit bestimmten Problemen oder Anforderungen um. Für den allgemeinen Austausch ist das gut und natürlich auch, um Leute kennenzulernen.

Stefan

Ja, lernen kann man immer was, weil der Prozess im TYPO3 immer weitergeht. Es wird nicht immer neue Features geben, aber manche Sachen ändern sich ein bisschen. Gerade was Programmierung angeht, ist viel passiert in den letzten Versionen. Und mit den TYPO3 Versionen 9 und 10 sind sehr viele Änderungen passiert, die z. B. auch unsere Kunden betreffen.

Martin

Das sehe ich auch so. Bemerkenswert finde ich zudem, dass gerade sehr viel Dampf in der Weiterentwicklung von TYPO3 ist. Daher ist das unheimlich interessant und motivierend, wenn man sieht, wie schnell Dinge umgesetzt werden und wie effizient die Community arbeitet. Und da gibt es immer wieder etwas Neues zu erfahren.

Was würdet euch fürs nächste TYPO3camp wünschen?

Stefan

Das ist eine schwierige Frage, weil Barcamp nicht gleich Barcamp ist. Ich habe schon viele Barcamps besucht, unter anderem in Venlo und Berlin und dieses Jahr erstmalig das Rhein Ruhr Barcamp. Ich würde mir für dieses Barcamp wünschen, dass es genauso gut bleibt. Es war gut organisiert, es waren super Leute, super Speaker da, die Location war sehr gut.

 

Wart ihr auch bei unseren Kollegen Sebastian und Daniel, die dort eine Session gehalten haben?

Stefan

Leider nicht. Es gibt ja immer viele Sessions gleichzeitig und gerade, wenn Sebastian etwas Interessantes hat, kann er das uns auch hier intern im kleinen Kreis zeigen. Da habe ich lieber was mitgenommen, wozu ich nicht so häufig die Gelegenheit habe.

Martin

Ja, ich war beim Talk von Sebastian Schreiber, mit dem man automatisiert den PHP-Quellcode auf bestimmte PHP- oder TYPO3-Versionen updaten kann. Der erkennt z. B. was veralteter Code ist und ersetzt den auch automatisch. Das ist eine großartige Sache, da kann man wahrscheinlich eine Menge Zeit bei den nächsten Updates sparen, die ja jetzt mittlerweile immer häufiger werden.

 Würde es für euch auch mal in Frage kommen, eine Session zu halten?

Stefan

Eher nicht, denn es ist schon eine Herausforderung, vor 30 – 40 Profis ein Thema zu behandeln. Dazu kommt, dass man die Sessions oft auf Englisch halten muss. Das ist schon nicht so einfach.

Eure Highlights des TYPO3camps RheinRuhr 2019? 

Stefan

Das Unperfekthaus als Location: Man geht durch das Haus und man findet ständig man was Neues: Sofas, Ausstellungsstücke, Kunst.

Die Übernachtung in der Unperfekt-WG: Wirkliches WG-Leben mit gemeinsamem Badezimmer auf dem Flur usw. Und die Übernachtung mit einem Fremden. Ich habe zum Beispiel mein Zimmer mit dem Jigal geteilt, das ist ein TYPO3 Entwickler aus den Niederlanden. Nur leider haben wir uns so gar nicht richtig auf dem Zimmer getroffen, weil wir uns meist verpasst haben.

Leute wiederzutreffen, man kennt sich ja schon ein bisschen von anderen TYPO3-Veranstaltungen.

Der Sponsoren-Empfang war auch interessant, wer bringt was ein in die Community.

Omar

Auch die lockere Atmosphäre und gute Organisation

Ich fand auch die gemeinsame Abstimmung von Themen interessant, weil man auch Themen vorschlagen konnte.

Martin

Die beiden Talks, die ich erwähnt habe, von Sebastian Schreiber und Roland Golla.

Das Unperfekthaus selbst, die alternative Stimmung. Das ist ein Konferenzzentrum nach meinem Geschmack – so, wie man arbeiten könnte oder sollte.

 

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